Treffpunkt
Hier lief die Bauerntochter Händchen haltend zwischen den Bäumen entlang. Dann kratzte ER ihre beiden Initialen in diese Buche. Da oben irgendwo. Heute klettern die Bloherfelder Verliebten nicht mehr mit ihren Taschenmessern auf die Bäume - sie schicken einfach eine SMS. Dass hier am Ufer eine Buche steht, ist selten. Eichen sind wegen ihrer Qualität zum Bau von Scheunen u.a. viel gefragter, denn ihr Holz verrottet nicht so schnell. Selbst wenn die Bauern das Buchenholz mit Carboleum imprägniert hatten, konnte man es wegen seiner weichen Konsistenz schlechter nutzen. Das Land gegenüber, auf der anderen Seite der Haaren, ist durch einen Eichenzaun abgegrenzt. „Das Ganze ist damals von Opa gemacht worden!“, strahlt die Tochter. Inzwischen sind die Zauntore von Pflanzen und Unkraut nahezu zugewachsen. Diese Region ist jetzt Naturschutz- und Naherholungsgebiet sowie Teil eines Wanderwegs entlang der Haaren. Wegen Überschwemmungsgefahr darf dort nicht gebaut werden. Früher wurde da noch das Heu eingefahren, auch Färsen weideten hier im Vor- oder Nachsommer. Sie verbindet die Heuernte mit guten Erinnerungen. Es war eine gemütliche Zeit, als man auf dem Feld arbeitete und sie alle mit Kaffee und Butterbrot versorgte. Dann saßen sie gemeinsam unter den Eichen. Da rechts, wo es etwas höher ist, war immer Schatten.