Stadtlandschaft
Unter dieser Eiche standen einst die bunten Kühe. Schwarz-weiße Kühe auf einer grünen Wiese gelten in der Gegend als etwas Schönes. Warum werden aber Pferde auf der Weide weniger geschätzt? Das alles versteht die Amazone nicht. Daß Wallhecken sich in ein Landschaftsbild besser integrieren lassen als elektrische Pferdezäune, ist aus ästhetischer Hinsicht nachvollziehbar. Ein Pferd muss bewegt werden und regelmäßig draußen sein. Es sind Herdentiere, die von Stuten geleitet werden. Stuten dulden manchmal keine Neulinge in ihrer Herde. Um die Tiere am Ausbrechen zu hindern, hat man den elektrischen Draht mit weißem Band gespannt. Reiten ist hier sehr beliebt. Besonders stolz ist man auf die Oldenburger Pferderasse. Es gibt noch einen Hof in Bloherfelde, der liegt am Stadtrand und hat auch Pferdeställe. „Städter wollen gut essen und Freizeit. Entsprechend ist unsere Landschaft heute geprägt“, sagt die Mutter der Amazone. Dann weist sie auf einige große Eichen, die einmal zu den Wallhecken auf dem ehemaligen benachbarten Ackerland gehörten. Hier steht jetzt ein privater Kleinwald, der in den letzten sechzig Jahren nach und nach angepflanzt wurde. Auf diese Weise entwickeln sich neue Stadtlandschaften.