Minilandschaften
“So sah es hier früher überall aus”, der Nachbar schaut auf die letzte große Wiese in diesem Wohnviertel. Aus der Sicht des Bauersohns aber waren die Wiesen damals viel kleiner, die Ausmaße dieses Landstück entsprachen einmal drei Wiesen. Vor allem im Umland von Oldenburg sind in den siebziger Jahren durch die Flurbereinigung große Felder und Wiesen entstanden. Auf diesen großen Grundstücken kann man mit den Traktoren und Maschinen das Land schneller bearbeiten, weil man proportional weniger hin- und herfahren, bzw. drehen muss. Bloherfelde ist etwas anderes, und er zeigt auf den Neubau. Hier entstehen neue Minilandschaften mit Buchsbaum-, Eiben- und Rhododendronbepflanzungen. In den Ammerländer Baumschulen stehen die Pflanzen und Bäume noch geordnet in Reih und Glied. Doch hier im Garten gedeihen und entfalten sie sich zu einer üppigen Pracht. Torf und Mist in Kombination mit dem Sandboden sind beste Voraussetzung für den reichen Wachstum. Er ärgert sich oft über die sogenannten ‘schlechten’ Wettervorhersagen, wenn Regen erwartet wird. Oldenburg ist so fruchtbar, weil es viel regnet! Der Bauersohn arbeitet gerne in seinem Garten. Er macht alles mit der Hand, nur das Gras mäht er elektrisch. “Aber gut”, lacht er, “dafür brauche ich nicht ins Fitness-Studio zu gehen”.