Verlorene Gärten
Als Kind schaute der Sohn von Heuerling hier gerne vorbei. Diese veredelte Buche stand nahe am Sandweg und war Teil des hofgartens. Es war ein moderner Garten, in dem es auch Rhododendren gab - aber es waren nicht die Pflanzen und Bäume, derentwegen er hierher kam. Sein Glücksmoment war, wenn der Bauer in seinem blinkenden Auto vorbeifuhr. Das war vor dem Krieg. Leise erzählt er, dass der Bauer nie mehr zurückgekommen ist. Auch sein hof ist mittlerweile verschwunden. Autos gibt es jetzt viele hier, und Rhododendren sieht man bei allen Häusern am Quellenweg.
Nördlich des Weges liegt eine der ersten vorstädtischen Kleinsiedlungen am Haaren. Nicht mal ein Fünftel aller Grundstücke war zur Zeit des Krieges bebaut. So hatte er in nördlicher Richtung freien Blick bis zum Haaren, südlich war nur Landwirtschaft zu sehen. Eichen markieren noch heute die Quellenwege. Die kleinen trockenen Gräben dienen der Abwässerung bei Notregen und Überschwemmung. Auch erinnert er sich an die schmalen längs geschnittenen Grundstücke, auf denen hinter den Häusern die Gemüsegärten lagen. Allerdings waren die großen selbstversorgenden Gemüsegärten bereits in den sechziger Jahren vielen nicht mehr lukrativ genug. Man zog es vor, das Gemüse einzukaufen und veräußerte für gutes Geld den Boden als Bauland. So erklären sich die Hausnummern A und B, die die Vorder- und Hinterhäuser markieren.